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PostPosted: Tue Aug 11, 2009 6:11 am 
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Joined: Sat Feb 12, 2005 7:11 am
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Has anybody seen the TV-portrait of Karlheinz Stockhausen on ARTE? At one point Simon Rattle was interviewed on "Gruppen" for three orchestras, which he conducted. He said if this piece was performed perfectly it almost sounded like a complete improvisation and "therefore Frank Zappa must haved liked it so much".

Anyway the whole thing was very interesting. It had interviews with Pierre Boulez, Holger Czukay and many more. I think I will dig out more of the earlier Stockhausen stuff. The later works always seemed a bit too "overblown" for me.

Th.

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PostPosted: Tue Aug 11, 2009 8:27 am 
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Joined: Sun Aug 03, 2003 3:45 am
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Thinman wrote:
Has anybody seen the TV-portrait of Karlheinz Stockhausen on ARTE? At one point Simon Rattle was interviewed on "Gruppen" for three orchestras, which he conducted. He said if this piece was performed perfectly it almost sounded like a complete improvisation and "therefore Frank Zappa must haved liked it so much".

Anyway the whole thing was very interesting. It had interviews with Pierre Boulez, Holger Czukay and many more. I think I will dig out more of the earlier Stockhausen stuff. The later works always seemed a bit too "overblown" for me.

Th.

That's a big decision! Hope you won't regret it... I love Stockhausen but my fondness of his music didn't grow overnight.

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PostPosted: Tue Aug 11, 2009 10:39 am 
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Joined: Sat Oct 01, 2005 3:44 pm
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Thanks a lot, Thinman -- I failed to catch this one (watched an impressive Shannon Jackson on TVP Kultura 8) ), but anyone else who happened to miss it, no worries: It's gonna be re-aired on August 16 and 24 (at 6:00 and 3:00 GMT+1, the insomniac transmissions, for freaks and anoraks only! :) )

arte.tv. wrote:
Sonntag, 16. August 2009 um 06.00 Uhr

Wiederholungen:
24.08.2009 um 03:00
Karlheinz Stockhausen
(Deutschland, 2008, 52mn)
ZDF
Regie: Norbert Buse
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Der Name Karlheinz Stockhausen (1928-2007) steht für die musikalische Avantgarde des 20. Jahrhunderts wie der Eiffelturm für die französische Hauptstadt. In den 60er Jahren gelangte Stockhausen auf das Cover der Beatles LP "Sergeant Pepper": Ein "seriöser" Komponist als Popstar, verehrt als Prophet des Weltraumzeitalters. So etwas hat es vorher und seitdem nicht mehr gegeben. Karlheinz Stockhausen starb Ende 2007 mit 79 Jahren.

Stockhausen platzte Mitte der 50er mit einem Skandalstück ersten Ranges ins Bewusstsein der Öffentlichkeit: dem "Gesang der Jünglinge" Die Kombination aus elektronisch erzeugten Klängen und dem ätherischen Gesang eines Knaben war zu viel für die biederen Ohren der Zeit - der Kulturschock Rock 'n' Roll stand da noch aus. Schnell machte das Wort "Atombombenmusik" die Runde. Doch wer auf der Höhe der Zeit war, kam an dem Neutöner nicht vorbei, der ein fast zwei Jahrzehnte währendes Feuerwerk musikalischer Innovationen entfachte.
Während Komponisten akademischer Musik Stockhausens Bedeutung im Bereich der seriellen Musik sehen, ist er einer breiteren Öffentlichkeit eher als Pionier elektronischer Musik bekannt. In der Elektronik fand er die - für die serielle Musik wesentliche - Möglichkeit, Klänge bis ins Letzte zu kontrollieren und zu manipulieren. Aus gutem Grunde erkennt die Techno-Generation ihn als ihren Gründer-Vater an. Doch während die Nachgeborenen auf der Suche nach dem perfekten Beat sind, untersuchte Stockhausen die Molekularstruktur der Klänge, um kosmische Gesetzmäßigkeiten zu finden.
"Atombombenmusik"? Ganz im Gegenteil, die Technologien des Raumfahrt- und Atomzeitalters bildeten für ihn keinen Gegensatz zum Spirituellen. Stockhausen, geprägt von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs, sprach seiner Musik eine Wirkkraft zu, die auf die ethisch-moralische Erneuerung des Menschen abzielte.
Anfang der 70er Jahre zog Stockhausen sich zurück, um bis zu seinem Tode am monumentalsten Werk der Musikgeschichte zu arbeiten, dem Zyklus "Licht". Sein Rückzug fiel sicher nicht ganz zufällig zusammen mit der zunehmenden Skepsis gegenüber den Heilsversprechen neuer Technologien.
Doch Stockhausen war nicht nur Person der Zeitgeschichte, sondern auch Privatmann. Seine Beziehung zur Fluxus-Künstlerin Mary Bauermeister ist ein zentraler Punkt seiner Vita. Was man am meisten vermisst hat, wisse man erst, wenn man es gefunden habe, sagt Stockhausen. Doch was passiert, wenn man es wieder verliert? Auch davon erzählt der Film, der sich nicht als reine Komponistenbiografie versteht, sondern als Film über einen Menschen, der nicht anders konnte, als Komponist zu sein.

Norbert Busè und Thomas von Steinaecker konzentrieren sich auf die für Stockhausens Ruhm maßgeblichen Jahre. Sie zeigen den Komponisten als schöpferischen Visionär, geprägt durch schicksalhafte Jugendjahre, seine Liebe zu den Frauen und durch seine unbändige künstlerische Abenteuerlust



...as is 'Michaels Reise um die Erde'

arte.tv wrote:
Sonntag, 23. August 2009 um 06.00 Uhr

Wiederholungen:
24.08.2009 um 03:50
Karlheinz Stockhausen
(Deutschland, 2008, 52mn)
WDR
Regie: János Darvas
Kostüme: Chu Uroz
Dirigent: Peter Rundel
Ausstattung: Roland Olbeter
Dramaturgie: Thomas Ulrich
Inszenierung: Carlos Padrissa
Solist: Nicola Jürgensen
Stereo 16:9 (Breitbildformat)

25 Jahre hat Karl Heinz Stockhausen an seinem Opus Magnum "Licht - Die sieben Tage der Woche" gearbeitet, dem monumentalen Opernzyklus, der ganze 29 Stunden dauert und 1981 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde. Der zweite Akt - "Donnerstag" - des umfassenden Werks wurde 2008 in der Kölner Philharmonie aufgeführt. Spektakulär in Szene gesetzt hat die ungeheuer anspruchsvolle Musiktheaterproduktion Carlus Padrissa, Mitglied der legendär-radikalen katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus, gemeinsam mit dem Videokünstler Franc Aleu.

"Michaels Reise" schildert den Weg des Engelsfürsten und Weltenschöpfers Michael, der menschliche Gestalt annimmt, um die Menschheit durch die Kräfte der Musik und der Liebe zu Höherem und zu Gott zu führen. Seine Reise führt in sieben Stationen um die Welt. Von Köln nach New York, Japan, Bali, Indien, Zentralafrika bis nach Jerusalem.
In einer bildgewaltigen Inszenierung erzählt Carlos Padrissa diese Geschichte. Padrissa ist Mitglied der katalanischen Theatertruppe La Fura dels Baus, die bekannt ist für ihren virtuosen Einsatz technisch medialer Ausdrucksmittel.
Die Besonderheit von Stockhausens Werk besteht darin, dass die Protagonisten keine Sänger, sondern Instrumentalisten sind. Die Hauptrollen spielen sozusagen Trompete und Bassetthorn. Bühnenbildner Roland Olbeter lässt die Hauptfigur mit Hilfe des Videokünstlers Fran Aleu wie in einer Art Zeitmaschine durch den Raum gleiten; in einem metallenen Stehkorb mit langem Schwenkarm wirbelt Michael durchs Weltenrund und betätigt dabei sein Instrument noch in den unmöglichsten Positionen virtuos: Die Orte der Handlung werden dazu mit überdimensionalen Videobildern auf einen transparenten Vorhang beziehungsweise eine riesige Satellitenschüssel projiziert.
So wird ein ausdrucksstarker visueller Kontrapunkt zu Stockhausens Musik geschaffen, einer streng strukturierenden Kompositionstechnik, die an Free Jazz erinnert. Entstanden ist eine faszinierend leichtfüßige Weltenreise auf Stockhausens Spuren.

Eine Produktion der Wiener Taschenoper in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen koproduziert von KölnMusik und musikFabrik


http://www.arte.tv/de/woche/244,broadca ... =2009.html


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PostPosted: Tue Aug 11, 2009 11:00 am 
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Thanks for the additional info, buffalo_voice.

And btw: what a cool place can this forum be when Trendmonger is not present.

Th.

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